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Rückblick 2019: Abflachende Nachfrage und sinkende Preise

Rückblick 2019: Abflachende Nachfrage und sinkende Preise haben den Metall- und Schrotthandel bewegt
Abflachende Nachfrage und sinkende Preise haben das Jahr 2019 bestimmt. Gleichzeitig ergaben sich neue Perspektiven auf digitaler Ebene.

Das vergangene Jahr hinterlässt in der Metallindustrie noch immer einen bitteren Nachgeschmack. Die Branche war 2019 mit einer anhaltenden Konjunkturabkühlung konfrontiert. Wie sich dies auf die Metall- sowie Schrottpreise auswirkte und welche Themen den Metall- und Schrotthandel noch bewegt haben, erfahren Sie in unserem scrappel-Jahresrückblick.


Sinkende Produktions- und Auftragseingänge auf Seiten der Metallindustrie zeichneten sich bereits im ersten Quartal vergangenen Jahres ab. Verbunden damit nahm die Nachfrage nach Produktionsmitteln auf Seiten der Stahlwerke ab, wodurch letztlich im Herbst die Stahlschrottpreise rückläufig waren.

Stärkerer Preisdruck

So berichtete der EUWID bereits Ende August, dass mit einem stärkeren Preisdruck auf Seiten der Schrotthändler zu rechnen sei. Im September bestätigte sich die Lage mit Nachrichten wie Vollbremsung am Stahlschrottmarkt: Nachfrage und Preise stark rückläufig.

Hierbei hielten sich nicht nur die Stahlwerke in Hinblick auf die Nachfrage bedeckt, auch der Bausektor habe trotz positiver Auftragsvereinbarungen nur eine geringe Nachfrage gezeigt, um auf bessere Preise zu warten.

Die daraus resultierenden Absatzschwierigkeiten auf Seiten der Schrotthändler besserte sich bei einigen Marktteilnehmern bereits wieder im Oktober, jedoch wurde erst im Dezember von einem deutlichen Preisanstieg gesprochen. Dies geht vor allem aus dem Anstieg des HWWI Rohstoffpreisindex hervor. Gründe hierfür liegen vor allem in der Teileinigung des Handelskriegs zwischen China und den USA. Dieser Umstand habe sich, so aus dem Bericht des Recycling Magazins zu entnehmen, positiv auf die Situation am Markt und damit die Preise ausgewirkt.

Preisimpuls durch gestiegene Auftragslage

Ebenso ist der Anstieg der Exporte in die Türkei und nach Italien als maßgeblicher Treiber anzusehen. Laut dem EUWID kam „der größte Preisimpuls [im Dezember] aus der Türkei.“ (Reger Exporthandel in die Türkei und nach Italien treibt Schrottpreise weiter nach oben) So haben die türkischen Stahlwerke aufgrund einer gestiegenen Auftragslage vermehrt Stahlschrott nachgefragt.  

Die Situation der deutschen Metallindustrie ist jedoch weiterhin geschwächt. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer berichtete, dass auch im laufenden Quartal 2020 mit einem Produktionsrückgang zu rechnen sei. Vor allem im Maschinenbau wird weiterhin von einer Auftragsflaute gesprochen. Diese lässt sich nicht allein durch Optimierung der Produktionsprozesse kompensieren. Aus einem Bericht zur Studie „Erfolg im Wandel“ der Unternehmensberatung Staufen AG geht hervor, dass interne Prozesse zu optimieren seien, um die derzeitige Lage zu kompensieren und neue Kapazitäten zu ermöglichen. Diese Kapazitäten könnten für den nächsten Aufschwung genutzt werden.  

30 Prozent Effizienzsteigerung

Insbesondere Digitalisierung und Automatisierung seien eine vielversprechende Möglichkeit die unternehmerische Effizienz um bis zu 30 Prozent zu steigern. Der Maschinenbau habe diese Notwendigkeit bereits in Hinblick auf Prozesse der Produktion erkannt. Andere Bereiche, wie bspw. die vor- sowie nachgelagerten Prozesse, sind noch weitestgehend unberührt. Aber auch in anderen Branchen gehen diese noch allzu oft ihren gewohnten Gang. Dabei zeigten wir bereits im vergangenen Jahr, welchen positiven Einfluss die Digitalisierung von Handels- und Abwicklungsprozessen im Sekundärrohstoffbereich auf die Transaktionskosten und Umsätze haben.

In 2020 und damit im neuen Jahrzehnt steht der Ausbau der Innovationskraft und die Weiterentwicklung von Prozesse im Fokus. Eine Vielzahl an Lösungen stehen bereits zur Verfügung und warten nur darauf, dass Unternehmen sie in den bestehenden Betriebsablauf integrieren.

 

Das hat den Metall- und Schrotthandel 2018 bewegt. 

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