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Rückblick 2018: Das hat den Schrott- und Metallhandel bewegt

scrappel Rückblick 2018: Was den Schrott- und Metallhandel in diesem Jahr bewegt hat
Was hat den Schrotthandel in diesem Jahr bewegt?

Das Jahr 2018 hielt für den Schrott- und Metallhandel einige Höhen und Tiefen bereit. Wir von scrappel haben die relevantesten Themen in einem Jahresrückblick gesammelt.

Markt- und Preisbewegungen im Schrott- und Metallhandel

2018 war für die meisten Unternehmen des Schrott- und Metallhandels ein auskömmlich Jahr mit operative Herausforderungen. Im Bereich des Fe-Schrotts waren es die Folgen eines sehr trockenen Sommers, die regional den Transport von Schrott per Binnenschiff extrem erschwerten. Im NE-Handel waren die Preisbewegungen des 2. Halbjahres ein bestimmendes Thema.

Das Preisniveau der gängigen Stahlschrottsorten war bei geringer Volatilität stabil. Das Jahr 2018 klingt mit etwas geringeren Preisen aus, als es gestartet ist. Die Inlandspreise haben sich im Gegensatz zu anderen Jahren weniger bis gar nicht an den Preisen des Exports orientiert. Der trockene Sommer hat dazu beigetragen.

Metallhändler schauen auf ein aufregendes Jahr 2018 zurück. Das Kupferpreis, als Indikator für den Ne-Handel startete mit 5.900 €/t gut ins Jahr. Im zweiten Halbjahr kam es zu einer erheblichen Preiskorrektur. Angefangen bei Kupfer zog sich die Korrektur auch bei allen anderen Industriemetallen fort. Kupfer verlor in wenigen Tagen nahezu 1.000 €/t. Der neue Preiskanal bildete sich zwischen 5.100 €/t und 5.400 €/t aus.

Im Bereich der Chrom-Nickel legierten Stähle führte der intensive Wettbewerb mit Material aus Asien zu einem starken Preisverfall. Dies war der Grund, warum die Produzenten den Inhaltspreis für Nickel von über 80 Prozent zu Jahresbeginn auf ca. 70 Prozent der LME-Notierung reduziert haben.

Preisveränderungen wurden im Zusammenhang mit folgende Themen ausgelöst:

  • „Diesel-Gate“, das die Automobilindustrie im Allgemeinen und damit einen der relevantesten Zweige zur Verarbeitung von Metallen einschränkt.
  • Strafzölle der USA auf Stahl- und Aluminium-Importe sowie
  • die internationalen Handelssanktionen gegen Russland.

Zusammengefasst war 2018, für Schrott- und Metallhändler, ein Jahr mit guten Handelsmengen, allerdings auch eines, das insbesondere im zweiten Halbjahr mit negativen nationalen und internationalen Nachrichten zu Ende geht.

Demografischer Wandel – nach wie vor größte Herausforderung der Branche

Der sich seit Jahren verschärfende Fachkräftemangel stellt die wahrscheinlich größte Herausforderung dar. 2018 markiert einen Rekordstand offener Stellen. Zudem nimmt die Bedeutung der Berufsausbildung weiter ab.

Für den Schrott- und Metallhandel ergeben sich in diesem Umfeld neue Herausforderungen. Durch den Fachkräftemangel können Maschinen teilweise nicht ausgelastet werden bzw. ist Wachstum aufgrund von fehlendem Personal nicht möglich.

Die gleiche Situation erleben Unternehmen der Transport- und Logistikbranche. Durch fehlende Fachkräfte bei Entsorgungslogistikern oder auch Schüttgutspeditionen sind benötigte Transportkapazitäten nicht ausreichend am Markt verfügbar.

Durch Quereinsteiger, die durch Qualifikationsmaßnahmen befähigt werden, können wirtschaftlich Lücken geschlossen werden. Aus diesem Grund wurden in 2018 diverse Qualifizierungsangebote ins Leben gerufen. Sowohl private Bildungsträger, als auch Branchenverbände, wie etwa die Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) haben Angebote auf den Weg gebracht oder ausgeweitet.

Auch in 2019 werden voraussichtlich weiterhin die Themen Logistik, das Absteuern von Abfällen und das Finden von Nachwuchs die Unternehmen der Schrott- und Recyclingbranche vor Herausforderungen stellen.

Ungewiss ist, wie sich die Preise und verfügbaren Mengen im Schrott- und Metallhandel aufgrund des prognostizierten geringeren Wirtschaftswachstums in Deutschland entwickeln werden.

Digitalisierung hält Einzug in die Schrott- und Metallrecycling Branche

Die Digitalisierung war in 2018 das bestimmende Thema bei Verbandstagungen. Unter anderem die BDSV hatte ihre Jahresversammlung diesem Thema gewidmet. Nicht nur die Einstellung zum Thema hat sich im Jahresverlauf positiv entwickelt, auch die Branchenmedien nehmen das Thema mehr und mehr konkret auf ihre Agenda.

2018 erkannte eine zunehmende Anzahl von Unternehmen das Potential, das sich hinter digitalen Lösungen verbirgt. Diese bieten unter anderem eine schnellere Informationsgewinnung und somit besseren Marktzugang für ihre Nutzer sowie eine vollständige Dokumentation über den gesamten Prozess der Geschäftsabwicklung.
Im Laufe des Jahres sind verschiedene Plattformmodelle und digitale Produkte in der Recycling Branche weiter in den Alltag von Unternehmen vorgedrungen und wurden kundenbezogen weiter entwickelt.

Ein Beispiel ist die derzeit knappe Ressource Logistik im Schrotthandel.
Bis zur Zukunftstechnologie autonom fahrender LKWs werden in Deutschland noch Jahre vergehen, da es neben der technologischen vor allem auch regulatorische Herausforderungen zu meistern gilt. Eine digitale Abstimmung vorhandener Transportkapazitäten und ebenfalls vorhandener Transportbedarfe ist kein fernes Thema, sondern bereits realisierte Gegenwart.

Zusätzlich zur Vermittlung von Transporten bieten Plattformen weitere Vorteile, welche neben der Abwicklung auch die Generierung von zusätzlichem Geschäft erleichtern.

Plattformen können im Rahmen eines Know-Your-Customer (KYC-) Prozesses die Identifizierung der Nutzer und Überprüfung der Daten des Unternehmens übernehmen. Dadurch kann dieser oftmals zeitintensive Prozess auf Seiten der Unternehmen entfallen.

Durch eine integrierte Zahlungsabwicklung kann zum Beispiel durch das Anbieten einer Treuhandfunktion für zusätzliche Sicherheit auf der Plattform gesorgt werden.
Integrierte Finanzprodukte bieten dem Nutzer unter anderem die Möglichkeit, offene Rechnungen zu liquidieren oder sich gegen Zahlungsausfälle abzusichern. Das führt wiederum zu einer Entlastung der Unternehmen, da diese sich nicht mehr um derartige Prozesse kümmern müssen.

Durch Schnittstellen zu den Warenwirtschaftssystemen der Nutzer werden Daten zwischen Schrotthändlern und deren Lieferanten effizient über die Plattform ausgetauscht. Der manuelle Aufwand für das Zusammentragen und den Austausch von Informationen oder Dokumenten (Verträge, Wiegenoten, Fotos, etc.) kann somit auf ein Minimum reduziert bzw. eliminiert werden.

Die Schrott- und Metallrecyclingbranche kann von derartigen technologischen Fortschritten stark profitieren. Auch weitere Industriebereiche wie die Produktion oder das Bau- und Abbruchgewerbe werden in Zukunft vermehrt Ihre Geschäftsprozesse über digitale Lösungen abwickeln.

Bei scrappel werden bereits funktionierende Prozesse kontinuierlich kundenzentriert weiterentwickelt und an zusätzlichen Lösungen gearbeitet, die es Unternehmen ermöglichen, auf abgesicherter und vertrauensvoller Basis ihre Geschäfte zu erweitern.
Wir freuen uns sehr darauf, die Herausforderungen gemeinsam mit der Branche in 2019 anzugehen!

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