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Herausforderung Logistik: Diese Chancen bietet die Digitalisierung für den Wertstoffhandel

Logistik im Wertstoffhandel: scrappel hilft bei der Suche nach Transporten für Schrott und Metalle
scrappel hilft bei der Suche nach Transporten für Schrott und Metalle

In unserer Serie “Herausforderungen im Wertstoffhandel” wollen wir regelmäßig die Pain-Points der Branche beleuchten. Den Anfang macht das Thema Logistik.

Logistik stellt eine Herausforderungen im Wertstoffhandel dar

Stellen Sie sich vor, Sie können Eisenschrotte oder Buntmetalle in großen Mengen zu guten Konditionen kaufen oder verkaufen. Sie finden aber niemanden, der Ihnen die Ware bedarfsgerecht von A nach B transportiert. Ein Albtraum für alle Beteiligten, denn durch die daraus folgende Verzögerung der weiteren Prozessschritte, kann der Handel schnell unwirtschaftlich werden.

Gerade in der heutigen Zeit, in der viele Marktteilnehmer die Erwartungshaltung haben, alles müsse “gleich und sofort” geschehen, wiegt die Logistik–Problematik umso schwerer. Wertstoffhändler versuchen diesen Problemen unter anderem entgegenzuwirken, indem sie eigene Logistik–Kapazitäten vorhalten. Bedingt durch den Fachkräftemangel wird dies aber zunehmend schwieriger.

Wertstoffe wie Schrott und Metalle benötigen spezielle eine Logistik

Der passende Frachtraum im Bereich Schrott- und Metallhandel ist zuweilen schwer zu finden. Bedingt durch die Besonderheiten des Materials, z.B. dem hohen Gewicht oder der sperrigen Form, gibt es spezielle Anforderungen an die benötigte Transporttechnik. Zum Beispiel beim Transport von Eisenschrott. Hier kann fast ausschließlich „schwere“ Fahrzeugtechnik eingesetzt werden, wie etwa Containerfahrzeuge oder Stahlauflieger.

Da diese Art der Speziallogistik regional unterschiedlich verfügbar ist, kann nicht jede Region im Land bedient werden. Unternehmen in eher abgelegenen Gebieten, verlieren so den Zugang zum Markt, weil sie de facto davon ausgeschlossen sind. Saisonale Effekte verstärken teilweise das Problem. So wird zum Beispiel in ländlich geprägten Regionen im Zuge der Ernte der für Schrotttransporte infrage kommende Frachtraum weiter verknappt.

Die entsetzliche Wirkung für die betroffenen Unternehmen liegt auf der Hand. Hohe Kosten für Logistik, stark eingegrenzte Handlungsoptionen bis hin zur vorübergehenden Handlungsunfähigkeit und damit ein ausgewachsener Wettbewerbsnachteil.

Bisherige Ansätze

Transportbörsen haben den Verknappungstrend vor einigen Jahren erkannt und mit digitalen Methoden erfolgreiche Kompensationslösungen aufgebaut. Besonders erfolgreich sind sie mit Lösungen rund um den Transport von standardisierten Transportlosen, wie etwa dem Stückguttransport auf Paletten.

Allerdings: je spezieller die benötigte Fahrzeugtechnik, umso geringer der angebotene Frachtraum. Existierende Transportbörsen schaffen hier in nur wenigen Glücksfällen Abhilfe. In der Regel werden dort die benötigten Transporttechniken nicht oder in nicht ausreichender Kapazität angeboten.

Das Problem der Vertraulichkeit

Zudem ist der teilweise benötigte Grad an Vertraulichkeit von Transportinformationen über eine Börse nicht gegeben. Gemäß dem Funktionsprinzip einer Logistikbörse müssen Strecken offen gelegt werden, um ein Angebot erhalten zu können. Im Endeffekt kann jeder, der Zugang zu einer solchen Ausschreibung hat, die Lieferbeziehung zwischen zwei Partnern ableiten, also auch konkurrierende Wertstoffhändler. Auch deshalb werden Transportbörsen in vielen Fällen gemieden. Stattdessen werden bekannte Speditionen in der Regel ineffizient über andere Wege, wie zum Beispiel per Telefon oder E-Mail vom jeweiligen Händler angefragt.

Kooperationen und digitale Geschäftsmodelle als Lösung

Die Digitalisierung hat in der Logistikbranche längst Einzug gehalten. Der aktuell erreichte Zustand ist evolutionär ein Schritt in die richtige Richtung auf dem Weg von analog zu digital. Bereits in naher Zukunft wird es neue, weiterentwickelte Ansätze geben, die die genannten Probleme lösen können.

Einer dieser Ansätze sind digitale Plattformmodelle für den Wertstoffhandel. Die von ihnen definierten Prozesse können ein Höchstmaß an Sicherheit und Vertrauen für den Handel an sich sowie für den Logistikbedarf herstellen. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die zwischen zwei Verhandlungs- bzw. Geschäftspartnern geschützte und vertrauliche Kommunikation. Einfach, effizient, zu den besten Konditionen und einem nach Bedarf aussteuerbaren Vertraulichkeitsgrad.

Aufbau von Partnerschaften zwischen Logistik und Marktplatzbetreiber

Kooperationen zwischen Logistikunternehmen und Betreibern von Handelsplattformen bieten Mehrwerte für alle Beteiligten. Der größte Vorteil für die Wertstoffhändler: Eine gesteigerte Leistungsfähigkeit führt zu schnellerem Wachstum. Der Vorteil für die Speditionen: Die höhere Auslastung führt zu einer stärkeren Wettbewerbsfähigkeit gegenüber der Konkurrenz in anderen Logistikbereichen.

Nutzer der Handelsplattformen, wie z.B. Wertstoffhändler, Metallbauunternehmen, Industrie- oder Bauunternehmen sorgen für einen attraktiven Auftragsbestand an möglichem Transportvolumen. Insbesondere neue Handelspartner benötigen Frachtraum, um die Geschäfte erwartungsgemäß rasch abwickeln zu können.

Bedarfsdeckung und Auslastung durch Handelsplattformen

Diese zusätzlichen Möglichkeiten können den Weg für eine bessere Auslastung der Technik ebnen – ohne zusätzliche Investitionen und nur durch die Nutzung eines digitalen Werkzeugs. Dabei betrifft dies nicht nur die Transporttechniken für den Fernverkehr. Auch Unternehmen, die regional fokussiert ihre Leistung erbringen, können profitieren. Die Digitalisierung eröffnet den Spezialisten neue Wege, um eine breitere Abdeckung des Punktes Logistik in der Wertschöpfungskette zu gewährleisten.

Handelsplattformen stellen einen direkten Kontakt zwischen ihren Nutzern und den Logistikunternehmen her. Die Prozesse sind auf die Bedürfnisse der Nutzer eingestellt. Die Art des Zusammenkommens der Partner, die Abwicklung, die Kommunikation und nicht zuletzt deren Vertraulichkeit sind wichtige Themen, die essentiell für eine exzellente Nutzererfahrung sein können.

Gelingt es, bedarfsgerecht Frachtraum für den Transport von Wertstoffen wie Schrott und Metall über digitale Kanäle anzubieten und zu beschaffen, führt dies zu mehr Leistungsfähigkeit und agilerem Handeln sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite.

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